Oranienburg: Getreidespeicher wird denkmalgerecht saniert

Hamburger TAS-Gruppe realisiert Oranienburgs höchstes Wohngebäude im ehemaligen Getreidespeicher

22 Wohnungen und modernster Brandschutz: Das ist der Plan für den alten Getreidespeicher in Oranienburg. Foto: GRAFT GmbH

Hamburg, 8. Februar 2018 – Der 100 Jahre alte Getreidespeicher in Oranienburg wird in den kommenden Jahren saniert. Noch sind nicht alle Details mit der Denkmalschutzbehörde geklärt. Fest steht jedoch, dass der Speicher modernisiert und nach den neuesten Regeln des Brandschutzes saniert werden soll. Deshalb wird ein neues Treppenhaus angebaut. Insgesamt sind rund 22 Wohnungen mit 60 bis 125 Quadratmetern in das Gebäude geplant.

Der 100 Jahre alte ehemalige Getreidespeicher in Oranienburg ist eine der ersten Stahlbeton-Konstruktionen Deutschlands. Den 2. Weltkrieg hat er dank seiner massiven Stütz-Konstruktion unbeschadet überstanden und wurde 1995 unter Denkmalschutz gestellt. Seit den 1970er Jahren steht der Speicher leer. Die umstehenden Hallen wurden 2015 abgerissen. Mit rund 35 Metern ist der Speicher das zweithöchste Gebäude in Oranienburg, direkt am Alt-Arm der Havel gelegen.

Mitten in der Stadt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs und des Schlosses Oranienburg sollen ab 2018 Miet- und Eigentumswohnungen mit direktem Wasserzugang zur Havel gebaut werden. Die Hamburger TAS-Gruppe baut 263 Wohnungen in zwölf Gebäuden sowie Tiefgaragen mit 214 Stellplätzen. Mit dem Neubau der Wohnsiedlung soll im ersten Quartal 2018 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant.

Die TAS hat das Grundstück und den Speicher Anfang 2017 erworben. Der Vorbesitzer hatte einen Bauantrag eingereicht, der nicht positiv beschieden wurde. Da die TAS die Planung und den Denkmalschutz verbessern wollte, wurde der Bauantrag zurückgezogen. Die TAS hat den Kontakt zur unteren Denkmalschutzbehörde und zum Landesamt für Denkmalpflege gesucht und neue Vorschläge mit den Behörden diskutiert. Dazu wurde auch ein Restaurator und ein Experte für technische Anlagen einbezogen. Mittlerweile hat der Denkmalschutz den Vorentwurf für den Speicher freigegeben. Damit steht der Umnutzung des Speichers zu Wohnungen mit Fenstern und Balkonen nichts mehr im Wege.

„Die denkmalgerechte Umnutzung des Getreidespeichers zu Wohnungen ist eine spannende Aufgabe, die viele Tücken und Unvorhersehbarkeiten mit sich bringt, die wir jedoch nicht scheuen“, sagte Stephan Oelze, Geschäftsführer Projektentwicklung der TAS.

Der Speicher fällt aufgrund seiner Höhe in die Kategorie Hochhaus, daher gilt ein erhöhter Brandschutz. Deshalb wird die TAS ein neues Treppenhaus vor den Speicher setzen. Je Geschoss werden drei Wohnungen untergebracht. Im Erdgeschoss und im Dachgeschoss sind es zwei Wohnungen. Jede Wohnung erhält einen Balkon in Südausrichtung. Das Treppenhaus wird an die Tiefgarage angeschlossen, die im Rahmen des Neubaus realisiert wird. Die Planung des Speichers hat die IWB Ingenieurgesellschaft mbH übernommen.

Die TAS-Unternehmensgruppe arbeitet als Investor und Projektentwickler von Immobilien mit den Schwerpunkten innerstädtische Büronutzung, Hotels und Wohnquatiere. Die TAS besitzt und verwaltet Bestandsimmobilien in Hamburg, Köln und Berlin. Neben der Revitalisierung des Allianz-Gebäudes hat die TAS auch den Telekom-Campus und das neue Hotel Holiday Inn in der City Nord entwickelt.

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