Bürogebäude ADA 1 in Hamburg – Entwurf J. Mayer H. Architects

„Bekannt für seine Gewässer ist die Hansestadt Hamburg allemal. Und wer würde nicht gerne von seinem Arbeitsplatz aus den Blick über die Alster genießen? Für die Angestellten der Werbeagentur KNSK ist mit ihrem skulpturalen Neubau, entworfen vom Architekturbüro J. Mayer H. Architects, dieser Traum wahr geworden.

Direkt an der Schnittstelle zwischen lebendiger Innenstadt und erholsamer Außenalster präsentiert sich der skulpturale Baukörper an einer der exquisitesten Lagen Hamburgs. Ganz nach dem Motto: Ein außergewöhnlicher Ort bedarf eines außergewöhnlichen Entwurfes wurde dann auch ein architektonisches Konzept von J. Mayer H. Architects umgesetzt. Wer hätte sich auch besser geeignet als ein Büro, dass seine Arbeit im spannungsreichen Zusammenspiel zwischen Architektur, Kommunikation und dem Einsatz moderner Technologien sieht. Und wie bei allen Entwürfen des Berliner Architekturbüros hat auch diesmal die architektonische Formensprache des Gebäudes mit der es umgebenen Architektur nicht viel gemein.

Das mag einer der Gründe gewesen sein, warum dieses Gebäude vor seinem Bau so umstritten war wie kaum ein anderes in Hamburg. Ein anderer Grund ist die prägnante Fassadengestaltung mit ihrem zeitgenössischen Retro-Motiv. Doch ein Blick hinter die Fassade lässt die anfängliche Skepsis schnell schwinden. In beeindruckender Konsequenz präsentiert sich das architektonische Gesamtkonzept in fließenden Bewegungen. Den Eingang definiert ein großes „Auge“ und weist den Weg in das zweigeschossige Foyer. Von hier geht es hinauf über eine frei schwingende Treppe, deren Geländer sich wie eine Ziehharmonika entfaltet und damit den Ausdruck der fließenden Bewegung im Gebäude verstärkt. Oben angekommen, präsentieren sich die sehr hellen, aufgeräumten und sehr transparenten Büroräume. Von der äußerlich aufdringlich wirkenden Geometrie ist hier nichts mehr zu spüren. (…) Die doppelte Fassade hat noch einen weiteren Vorteil: In Verbindung mit den zwischen Trennwand und Fassade liegenden Glasstreifen zeigt sich auch von der hintersten Gebäudeecke ein Blick bis hin zur Wasserfläche. (…) Ein i-Tüpfelchen wurde dem Ganzen mit der Möblierung der oberen Geschosse verliehen: Skulpturale Konferenztische und Sitzmöglichkeiten aus Mineralwerkstoff fügen sich stimmig in das Gesamtkonzept.

Beim Verlassen des Gebäudes fällt der Blick auf die abgerundeten Ecken der Briefkästen. Hier passt einfach alles! Abschließend lässt sich noch sagen: Ein Hoch auf die Hamburger Bürgerschaft, die mal wieder beweist, dass ein mutiger Umgang mit moderner Architektur lohnt!“

Quelle: Augenblick AIT